Zum Inhalt springen

Ich fühle mich zu Hause nicht sicher

Zu Hause sollte ein Ort sein, an dem du dich geborgen fühlst. Wenn du dort aber Angst hast oder dich unwohl fühlst, ist das ein wichtiges Signal. Du musst nichts beweisen, um hier richtig zu sein.

Wenn du dich gerade bedroht fühlst, kannst du jederzeit auf „Jetzt Hilfe finden" klicken.

Trifft etwas davon auf dich zu?

Ich habe Angst zu Hause Ich erschrecke schnell Jemand wird laut oder bedrohlich Streit kippt plötzlich Ich versuche nicht aufzufallen Ich werde klein gemacht Ich weiß nicht, mit wem ich reden kann

Das kann viele Formen haben. Du musst das nicht alleine einordnen.

Was bedeutet „nicht sicher"?

Unsicherheit kann unterschiedlich stark sein. Diese Orientierung hilft dir einzuschätzen, wo du stehst.

Unsicher

Du fühlst dich zu Hause oft angespannt oder bist besonders vorsichtig mit deinen Worten und Taten, um keinen Streit auszulösen.

Bedrohlich

Du hast Angst vor den Reaktionen anderer, vor Lautwerden oder Einschüchterung. Du fühlst dich in deiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Gefährlich & Akut

Du fühlst dich gerade in Gefahr oder hast Angst vor Übergriffen und körperlichen Verletzungen. Hier ist es wichtig, dass du dir Unterstützung holst.

Direkt zu Optionen im Notfall

Gewalt kann unterschiedlich aussehen

Nicht jede Art von Gewalt hinterlässt sichtbare Spuren. Gewalt zu Hause oder in der Familie nennt man auch häusliche Gewalt – hier sind Formen, die du kennen solltest.

Psychische Gewalt

Wenn du abgewertet, beschimpft, kontrolliert oder durch Drohungen eingeschüchtert wirst.

Körperliche Gewalt

Wenn dich jemand verletzt oder du Gewalt an anderen miterlebst.

Sexualisierte Gewalt

Wenn dich jemand zu sexuellen Handlungen drängt, deine Grenzen überschreitet oder du so etwas mitbekommst.

Digitale Gewalt

Wenn dich jemand im Internet mit Worten verletzt, bloßstellt oder überwacht.

Vernachlässigung

Wenn deine Versorgung oder emotionale Bedürfnisse ignoriert werden.

Dein Gefühl ist ernst zu nehmen.

Du hast ein Recht darauf, dich an dem Ort, an dem du lebst, sicher zu fühlen.

Gefühle können verwirrend sein

Deine Reaktionen sind keine Schwäche, sondern Schutzreaktionen.

Dein Körper bleibt wachsam

Wenn es zu Hause unsicher ist, wechselt dein Körper in „Alarmbereitschaft", um dich zu schützen. Diese ständige Wachsamkeit ist eine natürliche Reaktion auf Stress.

Wechselnde Gefühle

Es ist normal, gleichzeitig Angst und Zuneigung für Personen im Umfeld zu empfinden. Diese Widersprüche sind häufig in belastenden Situationen.

Grenzen erkennen

Wenn deine persönlichen Grenzen verletzt werden, kann es sein, dass du deine Wahrnehmung hinterfragst. Dein Gefühl der Unsicherheit ist jedoch real und ernst zu nehmen.

Was du jetzt tun könntest

Alles ist freiwillig, du musst gar nichts tun. Aber vielleicht hilft dir einer dieser Schritte.

1

Orientierung

Lies dich in Ruhe weiter ein und versuche herauszufinden, was am ehesten auf deine Situation zutrifft.

2

Jemanden einbeziehen

Überlege dir, ob es eine Person gibt (z. B. eine Freundin, eine verwandte Person oder eine Lehrkraft), der du vertraust. Du musst keinen fertigen Plan haben.

3

Unterstützung holen

Wir beraten dich gerne per Chat oder direkt vor Ort, um gemeinsam mit dir über deine Sicherheit zu Hause nachzudenken.

Was du wissen solltest:

  • Du bleibst anonym.
  • Wir unterliegen der Schweigepflicht und respektieren deine Grenzen.
  • Alles ist freiwillig.

Möchtest du darüber sprechen?

Unser Team vom Digitalen Kinderschutzzentrum ist gerne für dich da. Wir hören dir zu und helfen dir dabei, das Chaos im Kopf zu ordnen und nach Wegen zu suchen, die sich für dich sicher anfühlen.

Hol dir Hilfe & Beratung

Häufige Fragen