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Ich werde online fertiggemacht

Was online passiert, fühlt sich nicht weniger real an und kann sehr verletzen. Du übertreibst nicht, wenn es dir nahe geht. Hier bist du genau richtig.

Orientieren ist immer erlaubt. Du musst nicht sofort etwas erzählen.

Trifft etwas davon auf dich zu?

Ich werde online angegriffen Ich kann nicht aufhören zu schauen Ich werde lächerlich gemacht Leute schreiben über mich Ich werde ausgeschlossen Ich werde bloßgestellt Ich habe Angst, online zu gehen

Wenn dich das belastet, ist das Grund genug, dir Unterstützung zu holen.

Wie „fertigmachen" online aussehen kann

Es gibt viele verschiedene Formen – und alle sind im Netz genauso ernst zu nehmen wie im echten Leben.

Ich werde abgewertet

Wenn Worte oder Bilder genutzt werden, um dich klein zu machen oder zu beleidigen.

Ich werde wiederholt angegriffen

Wenn Attacken gegen dich einfach nicht aufhören und dich immer wieder erreichen.

Alle sehen dabei zu

Wenn Dinge von dir öffentlich geteilt werden oder du dich der Menge ausgeliefert fühlst.

Ich habe keine Kontrolle

Wenn du nicht mehr selbst bestimmen kannst, wer Informationen oder Bilder von dir sieht.

Ich kann nicht mehr abschalten

Wenn deine Gedanken kreisen und dich der Druck bis in dein Schlafzimmer verfolgt.

Was du empfindest, ist nie falsch.

Das, was im Netz passiert, ist ernst zu nehmen. Du musst es nicht alleine aushalten.

Warum reagiere ich so darauf?

Wenn viele Dinge auf dich einprasseln, können Emotionen und Reaktionen folgen, die sich schwer anfühlen – das ist eine normale Reaktion auf Stress, die du aber ernst nehmen solltest.

Im Kopf

Deine Gedanken kreisen ständig um das, was passiert ist, und du suchst nach einem Ausweg.

Im Körper

Du spürst eine dauerhafte Anspannung, Herzklopfen oder kannst nicht mehr gut schlafen.

Online wie offline

Egal, wo du bist: Der Druck bleibt bestehen und dein Handy wird immer mehr zur Belastung.

Wenn du dich im Netz nicht sicher fühlst

Du entscheidest selbst, wer oder was online wie viel Platz in deinem Leben einnimmt. Auf Saferinternet.at findest du praktische Tipps, wie du deine Privatsphäre schützt oder verletzende Inhalte sicher meldest.

Sichere jetzt deine digitalen Grenzen

Was ist nicht normal?

Manche Sätze hört man oft – aber sie stimmen nicht.

Falsch

„Das ist ja nur im Internet."

Richtig

Wenn es dich verletzt oder bedroht, ist es eine Form von Gewalt und immer ernst zu nehmen.

Falsch

„Ignorieren hilft immer."

Richtig

Manchmal ist die Belastung so groß, dass sich ohne Unterstützung von außen nichts ändert.

Falsch

„Ich muss das alleine schaffen."

Richtig

Du darfst dir jederzeit Hilfe holen und musst den Druck nicht alleine tragen.

Was du jetzt tun könntest

Alles ist freiwillig, du musst gar nichts tun – aber vielleicht hilft dir ja einer dieser Schritte.

Einfach mal durchatmen

Erlaube dir, für einen Moment abzuschalten, zu entspannen und den Druck vom Netz draußen zu lassen.

Darüber sprechen

Überlege dir, ob es eine Person gibt, der du vertrauen kannst, um einfach mal darüber zu sprechen.

Kontaktiere uns

Kontaktiere uns per Chat oder komm vorbei, um sicher und ohne Druck über das Geschehene zu reden – wir helfen dir beim Einordnen.

Was du wissen solltest

  • Du bleibst bei uns anonym.
  • Wir unterliegen der Schweigepflicht.
  • Wir respektieren deine Grenzen.
  • Alles ist freiwillig.

Möchtest du darüber sprechen?

Unser Team vom Digitalen Kinderschutzzentrum ist gerne für dich da. Gemeinsam überlegen wir ganz in Ruhe, was dir jetzt Sicherheit geben könnte – ohne dass du sofort etwas entscheiden musst.

Hol dir Hilfe & Beratung

Häufige Fragen

Ist es Cybermobbing, wenn ich online fertig gemacht werde – und zählt das als digitale Gewalt?

Wenn du online wiederholt angegriffen, lächerlich gemacht, bloßgestellt oder ausgegrenzt wirst, kann das Cybermobbing sein. Dass es digital passiert, macht es nicht harmloser. Online-Angriffe können sich sehr real anfühlen, weil sie dich treffen und oft nicht einfach „weg“ sind.

Warum fühlt sich Online-Mobbing so schlimm an, obwohl es „nur im Internet“ passiert?

Weil es sich oft anfühlt, als gäbe es keinen sicheren Ort: Dinge bleiben sichtbar, können weitergeschickt werden, und du kannst dem nicht einfach ausweichen. Wenn es dich stark belastet, bist du nicht „zu empfindlich“ – es ist ein ernstes Erleben.

Was kann ich tun, wenn jemand Hasskommentare oder Beleidigungen über mich schreibt?

Es ist normal, wenn dich das klein macht oder du dich am liebsten verstecken willst. Wichtig ist: Dein Wert hängt nicht von Kommentaren ab – auch wenn es sich gerade so anfühlt. Du musst das nicht alleine aushalten. Unterstützung zu holen (eine Vertrauensperson oder Beratung) kann dir helfen, wieder Halt zu bekommen und zu sortieren, was du brauchst.

Was soll ich machen, wenn ein peinliches Foto, Video oder Meme von mir geteilt wird?

Das kann sich wie totaler Kontrollverlust anfühlen. Diese Angst ist verständlich. Du musst da nicht allein durch. Es gibt Wege, Unterstützung zu bekommen und Dinge Schritt für Schritt anzugehen. Auch wenn es sich gerade „endlos“ anfühlt: Es kann wieder leiser werden.

Was kann ich tun, wenn alle bei Online-Mobbing mitliken oder kommentieren – kann ich überhaupt etwas dagegen machen?

Wenn viele mitmachen, fühlt es sich wie „alle gegen mich“ an und kann sehr einsam machen. Trotzdem bist du nicht machtlos. Oft macht schon eine einzige Person, die dich ernst nimmt, einen Unterschied – und du darfst dir Hilfe holen, damit du nicht allein dagegen stehen musst.

Ist es normal, dass ich mich schäme und niemandem davon erzählen will?

Ja, das ist sehr häufig. Scham entsteht oft, weil man sich beobachtet und bewertet fühlt. Aber du musst das nicht allein tragen. Du darfst klein anfangen – du musst keinen perfekten Satz haben. Hilfe kann auch damit starten, dass du nur sagst: „Online passiert etwas, das mich fertig macht.“